Den (mit Abstrichen) gelungenen Abschluss der [●REC]-Saga setzte wieder Jaume Balagueró in Szene, der als Schauplatz diesmal einen alten Kahn wählte. Der quirligen Reporterin Ángela Vidal (Manuela Velasco) gelingt es, mit Hilfe von zwei Männern des Militärs das Hochhaus (Location der Teile 1 & 2) zu verlassen, bevor es gesprengt wird. Sie alle (& eine Überlebende des Hochzeits-Massakers von Teil 3) finden sich auf einem Schiff wieder, wo Ärzte in Abgeschiedenheit an einem Heilserum arbeiten. Wenig überraschend kommt es dank infizierter Affen zu einem Ausbruch auf dem Kutter & der Überlebenskampf beginnt erneut.
Dass großteils auf einem echten Öl-Frachter gedreht wurde, ist ein dickes Plus, trägt dies doch nicht nur zum realistischen Ambiente bei, sondern sorgt auch für eine beklemmende klaustrophobische Stimmung. Balagueró, der diesmal komplett auf die Found-Footage-Ästhetik verzichtet, setzt den Plot recht packend um, hält ein paar (nicht sonderlich überraschende) Wendungen bereit & lässt es hin & wieder auch gut splattern. Die Attacken der infizierten Menschen (& Affen) haben einmal mehr eine so irrsinnige Aggressivität, dass einem fast schwindelig wird.
Star der Show ist zweifellos Manuela Velasco, die ihre Figur (ein letztes Mal?) toll & intensiv zum Leben erweckt. Das "Problem" ist, dass wir als Kenner der Reihe wissen, dass am Ende von Teil 2 der höllische Parasit auf sie übertragen wurde & wir sie deshalb mit anderen Augen sehen als ihre Leidensgenossen, wobei ich bestimmt nicht der Einzige bin, der sich dachte, hey, womöglich hat sie den Wurm ja weitergegeben. Auch wenn [●REC]⁴ meiner Meinung nach der schwächste Teil der Reihe ist, so sorgt er doch für ein würdiges Ende.